Vor einer roten Wand steht Lizzi, eine blondgelockte Frau in dunkelblauem Jumpsuit mit floralem Muster und einer weißen Weste, an der ein gelber Button mit drei schwarzen Punkten befestigt ist.

Mein Weg zur Selbstinklusion

Früher verhielt Ich mich zu meiner Sehbehinderung wie die Gesellschaft Behinderten gegenüber. Im besten Falle semi-inklusiv. Die vergangenen fünf Jahre setzte ich mich intensiv und bewusst mit meinen fast blinden Augen auseinander, etwas, das ich zuvor immer nur beiläufig getan hatte. Eher als Begleiterscheinung, die mich viel Energie kostete. Nun berichte ich von meinen Erfahrungen.

Lizzi etwas kritisch

#9 Seit einem Jahr freiwillig abgestempelt – mein Leben mit Handicap #2

Seit genau einem Jahr kennzeichne ich mich als hochgradig sehbehindert. Damit nehme ich den Richtern des Alltags, meinen Mitmenschen, ihr heißgeliebtes Stempelkissen weg und drücke mir selbst eine fette Markierung auf. Das hat positive und negative Effekte, es schützt mich vor früherer Aggression, beraubt mich meiner Individualität, hilft und schadet mir und verändert mein Leben – und zwar so...