Manchmal werden wir im Leben mit Dingen konfrontiert, die uns nicht gefallen, die uns aus der Bahn werfen und an unseren Prinzipien zweifeln lassen. Dann werden wir von Wut gepackt ob der Ungerechtigkeit, die uns widerfährt und wir wollen am liebsten alles kurz und klein schlagen, schreien, den Verantwortlichen beschimpfen, alles hinschmeißen, durchdrehen, eskalieren, ausbrechen.

Wenn jemand all deine Mühen mit Füßen tritt, deine Leistungen herabsetzt und vor deinen Augen das mühsam, sorgsam und mit Herzblut errichtete Fundament zertrümmert… was tust du dann?

Mir erging es in den vergangenen beiden Wochen emotional genauso. Ich habe Kraft, Energie, Liebe, Kreativität und Visionen in ein Projekt fließen lassen, das allerseits viel Zuspruch und Resonanz erfuhr. Und dann kommt ein verrücktes Äffchen daher und wirft mit Bananen um sich, wie DK bei Mario Kart! Da gerät man schon mal ins Schlittern und wird aus der Spur geworfen, man dreht sich, sieht, wie andere einen überholen, wie man am Rand steht und denkt sich: „Verdammt, das Rennen kann ich vergessen.“

In solchen Momenten glaubt man oft, keine Wahl zu haben, weil man schon verloren hat… Weil es keinen Sinn macht, weiterzukämpfen… weil es zu viel Kraft kostet…

Ich bin nicht frei von solchen Gedanken, aber beim Grübeln und Grummeln kam ich an einen sehr interessanten, unerwarteten Punkt. Meine Motivation war mir gänzlich abhandengekommen, kurz vor dem Auswandern sozusagen, als ich mir schließlich die Frage stellte, wer ich bin.

Und wer bin ich?

Bin ich jemand, der sich von einem kleinen Unruhestifter so irritieren lässt? Lasse ich es zu, dass dieses bläuliche Geschöpf mich bewertet? Gestatte ich es ihm, mich zu verändern?

Ich habe eine Wahl und ich habe MEINE Wahl getroffen. Ich bin ich, die Person, die ich mir über so lange Zeit hinweg erarbeitet habe. Jemand, der Kraft besitzt, keine druckwellenartige, gewaltige Energie wie die einer Explosion. Meine Ausstrahlung ist anders, ich bin jemand, der nicht aufgibt, jemand, der sich nicht mehr verliert, denn mein Licht lasse ich mir nicht nehmen. Komm schon, kleines Äffchen, lass uns tanzen. Du stehst für alle Widrigkeiten im Leben, du stehst für vergangene Gegner, aktuelle Hürden und zukünftige Kontrahenten. Du bist die Dunkelheit, ohne die ich nicht scheinen kann.

Gerade dann, wenn man glaubt, keine Wahl zu haben, genau dann steht man am Scheideweg. Man kann sich entscheiden, aufzugeben, weiterzukämpfen oder man selbst zu sein. Mir haben schon ganz andere Winde entgegengeschlagen, haben versucht, mein Licht zu brechen, meine Kraft zu tilgen, mich zu verbiegen, zu verändern, mich aufzugeben… sie haben es nicht geschafft und du wirst es auch nicht.

Aufgeben? Niemals!

Du hast keine Macht über mich, es sei denn, ich gewähre sie dir und das – verlorenes Kind – tue ich nicht. Du bekommst nicht meine Wut, nicht meine Würde, nicht meine Energie, um deine Leere zu füllen. Du darfst dich an meinem emotionalen Schein wärmen, denn ich weiß, du selbst besitzt nicht diesen leuchtenden Kern und sehnst sich nach nichts als Liebe und echten Gefühlen. Du kannst nur nachahmen, nur kopieren, nur so tun als ob, weil du selbst Schwärze in dir trägst.

Aber ich bin nicht leer, ich habe Persönlichkeit, Charakter – nicht immer den leichtesten und unkompliziertesten, aber mit unglaublicher Tiefe und in dieser brenne ich. Nicht infernal, nicht zerstörerisch, sondern voller Leben und Liebe. Ich bin das Feuer, ich bin der Phönix und wann immer du mich zu löschen versuchst, kehre ich stärker, schöner und mächtiger denn je zurück!

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