„Du, deine beiden Schuhe haben ein Loch“, wies mich meine Kollegin kürzlich hin und tatsächlich, in beiden Tretern an derselben Stelle eine breite Öffnung, sodass zumindest nun jeder im Büro weiß, dass ich Snoopy-Socken trage. Man, die sind doch gerade mal ein gutes Jahr alt und billig waren die Adidas Superstars auch nicht, ging es mir zuerst durch den Kopf. Aber dann realisierte ich so im Rückblick, was die Schuhe schon alles mit mir erlebt haben!

Pokémon Go zeigt es am Deutlichsten: da steht nämlich in meiner Statistik, dass ich ca. 2.500 km gelaufen bin… und das ist nur die Strecke, die ich mit der aktiven App zurückgelegt habe! Da sind die Urlaube, in denen ich kein Internet hatte und die tausenden Waldspaziergänge nicht miteinberechnet! Ganz zu schweigen von den Strecken, die man im Alltag ohne Handy zurücklegt zum Beispiel, wenn man im Büro hin und her läuft, wenn man durch den Supermarkt springt oder umzieht oder zu Hause in der Maisonettewohnung aufräumt… so viele Schritte, ich wüsste zu gerne, wie viele es waren!

Die Adidas Superstars im Einsatz

Meine geliebten weißen Adidas mit den drei schwarzen Streifen sind nicht ein Jahr alt, sondern gut und gerne 3.500 km und mehr! Ist das nicht für ein paar Schuhe ein ganz beachtliches Alter?

Nicht nur die Distanz spielt freilich eine Rolle, zum Leben eines Sneakers gehört auch die Beschaffenheit des Bodens, die er erfahren hat. Meine beiden Fußverwöhner haben die harte Straße kennengelernt, durften nicht selten auch sanfte Wiesen durchschreiten, haben sich durch Pfützen und Kies gekämpft, spürten mal weichen, mal schlammigen, mal bröseligen Waldboden unter sich und erfuhren Sand, Wind und Meer in den Niederlanden nur zu Genüge! Einen kräftigen Schluck Salzwasser haben die Turnschuhe auch abbekommen und nicht nur eine ordentliche Spülung in der Waschmaschine durchmachen müssen… herumgewirbelt, nassgeworden, getrocknet, gestoßen, zerkratzt, versandet, gebürstet, geputzt, vom Bürohund angeschlabbert und geknabbert…

Adidas Superstars im Einsatz

Ich weiß nicht wirklich, wo mein Lieblingsschuhwerk herkam, aber ich weiß, wo es überall gewesen ist! Es hat mich im Inland auf viele Ausflüge begleitet, kam richtig rum im Raum Stuttgart und auch darüber hinaus! Zu fast jedem Anlass habe ich die beiden Schwarz-Weißen getragen, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Schuhen sehen sie nicht nur klasse – und auch klassisch – aus, sondern sind überdies unglaublich bequem. Mit den Füßen habe ich so das ein oder andere Problemchen durch eine leichte Fehlstellung, die wohl aus dem Ausgleichsversuch meiner unteren Extremitäten, die mangelnde gleichgewichtsstiftende Stabilität meiner Augen zu kompensieren, resultiert. Daher ist es ja total verständlich, dass wenn ich bequeme Schuhe finde, die ich ohne Schmerzen oder Blasen einen ganzen Tag (und länger) tragen kann, dass diese beiden Goldstücke dann echte Lebenslaufpartner für mich werden! Und du verstehst sicher, dass man seine Schätze auch ordentlich ausführen muss 😉 Darum habe ich uns sogar den ein oder anderen Urlaub spendiert: Wir waren in Heidelberg, in Lido di Jesolo, in Amsterdam, Utrecht, in Zandvoort und im Nationalpark daneben, in Barcelona, im Buchwald, in Backnang, im Blühenden Barock, in der Wilhelma, in den Tropical Islands bei Berlin, im Rastatter Freizeitparadies… alleine in den Niederlanden sind wir über 111 km gelaufen – in nur fünf Tagen!

Adidas Superstars im Einsatz

Du magst es etwas durchgeknallt finden, aber ich sage trotzdem DANKE an meine Adidas-Treter, ihr seid wirklich meine Superstars!

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