Jeder kennt das doch: man will etwas erledigen, das einem aber unangenehm oder lästig ist und irgendwie schiebt man es häufig auf den „Montag“. Das neue Jahr ist doch größer gesehen auch nichts anderes, es ist ein Neuanfang. Kein realer, weil ja alles gleich bleibt, aber die entsprechende Energie schwingt mit. Der Kalender beginnt von vorne, die ganzen Feste und Geburtstage wiederholen sich und man möchte etwas verändern.

Mein Jahresmotto

Zusätzlich zu den guten Vorsätzen habe ich ein Jahresmotto. 2018 war es „Zurück zu den Wurzeln“ und du glaubst nicht, wie sehr ich es gelebt und erlebt habe. Es mag die mentale Einstellung und damit verbundene Wahrnehmung sein, aber so vieles hat genau dazu gepasst. Ich bin zu den Dingen zurückgekehrt, die mir wichtig waren und sind, die ich vermisst habe, die untergegangen sind. Es kamen sogar alte Probleme wieder auf, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte. Und nun bin ich wieder am Ursprung.
Mein diesjähriges Motto lautet „Minimalismus – Fokus – Liebe“. Vor allem geht es darum, mich wieder und weiterhin auf das Wesentliche zu besinnen, Belastendes loszulassen, mich von dem, was mir nicht guttut zu lösen und im Gegenzug Raum für die Dinge zu schaffen, die mir lieb und teuer sind. Dabei helfen mir folgende Vorsätze…

Lizzi Nahaufnahme

Meine guten Vorsätze für 2019

ICH: Ich möchte besonders in Freundschaften einen Fokus setzen. Ich werde mich mehr auf Kontakte konzentrieren, von denen ich weiß oder fühle, dass ich ihnen wichtig bin und andersherum. Das mag seltsam anmuten, weil es so in Freundschaften sein sollte. Bei mir ist das nicht so oder zumindest habe ich in letzter Zeit verstärkt das Gefühl, einige meiner Bekannten sind weniger an mir und meinem Leben interessiert als an tollen Möglichkeiten, etwas zu machen. Das heißt, manche kommen nur, wenn man ihnen etwas bietet. Ich will aber genug sein, denn die andere Person ist mir auch genug. Lieber gehe ich mit einem guten Freund im Regen spazieren und rede über das, was uns bewegt, als mit einem oberflächlichen Bekannten auf das tollste Festival.

Gesundheit: Wie 2018 werde ich im Januar keine Süßigkeiten essen. Aber dieses Jahr möchte ich es noch weiter treiben: wenn ich 31 Tage geschafft habe, werde ich weitermachen und mir ein neues Ziel setzen. Vielleicht drei Monate, vielleicht sechs, vielleicht ein ganzes Jahr? Außerdem möchte ich zusätzlich zum EMS und Yoga noch einen dritten Fitnesstag einlegen mit etwas, das mir Freude bereitet und guttut. Challange excepted!

Reisen: Lange Zeit konnte ich nicht verreisen, weil ich manchmal niemanden hatte, der mit mir losgezogen ist und manchmal, weil ich als Studentin einfach kein Geld dafür hatte. Zum Glück hat sich das in den vergangenen Jahren gewandelt und wenn es nach mir geht, bleibt das auch so, denn ich finde, die Welt hat so viel Schönes, Faszinierendes und Atemberaubendes zu bieten, dass ich gar nicht anders kann, als es erleben zu wollen. Vorläufiger Reiseplan 2019: Neapel, Spanien, Nordsee, Hamburg – und wer weiß, was noch kommt 🙂

Handicap: Ich habe seit 30 Jahren meine hochgradige Sehbehinderung und habe das Gefühl, es ist gerade schwerer denn je, damit umzugehen. Ich kämpfe mit meinem Stolz, fühle mich eingesperrt, hilflos, unverstanden und alleine gelassen – vom Staat, von meinem Augenarzt und sogar von manchen Freunden. Ich möchte 2019 unbedingt eine Lösung finden oder mich zumindest einer annähern, die es mir ermöglicht, meinen Frieden zu finden und meine ständig aufkommende Wut verrauchen lässt. Ich möchte neue Wege finden, wie ich an meine Ziele komme, zwischen denen und mir mein Handicap steht.

Was hast du dir so für das neue Jahr vorgenommen? Oder findest du Vorsätze doof? Verrate es mir gerne in den Kommentaren.

2 Kommentare zu „Lizzis Mottoparty – so sieht mein 2019 aus!

  1. Liebe Lisa,
    danke wieder einmal für diesen schönen Text. Mein persönliches Motto lautet: „Alles wird gut.“ Und das meine ich nicht in einem oberflächlichen „Think positive“-Sinn, sondern im Sinn eines tiefen Vertrauens in mich selbst, in meine Entwicklungsmöglichkeit und die der mir Liebsten und so, dass alles in sich letztlich gut und sinnvoll sein wird und genau so, wie ich es brauche, um meine Lebensaufgaben zu leben (und vielleicht zu erfüllen). Das ist für mich wirkliches VERTRAUEN und ich glaube, das ist auch mein Grundton und meine Grund-Sehnsucht, zumindest zu Beginn dieses neuen Jahres.

    „Die Welt ist gut, sie ist freudvoll und sehr viel ist möglich, wenn du nicht von Angst, sondern von Vertrauen geleitet wirst.“

    So habe ich das in einem meiner Texte formuliert (https://mutter-und-sohn.blog/2019/01/12/ein-klares-ja-wie-lerne-ich-mir-und-anderen-wieder-zu-vertrauen/) und es bringt für mich meine momentane Haltung gut zum Ausdruck!😀
    Herzlichen Gruß, Sarah/„Sunnybee“

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